Halloween leitet sich ab von All Hallow´s Eve (Allerheiligenabend) und bezeichnet ein volkstümliches, ursprünglich irisches Fest am 31. Oktober. Und was ist eigentlich Allerheiligen?
Im Jahre 609 wurde ein heidnischer Tempel geweiht, der erstmals in der Geschichte des römisch-katholischen Glaubens, „allen Göttern“ gewidmet war. Der Tempel war von allem allen Märtyrern gewidmet, das sind Menschen, die sich für ihren Glauben willentlich umbringen (lassen).Schließlich führe Ludwig der Fromme im Jahr 835 das Allerheiligen-Fest ein und bürgerte sich als ein Fest ein, an welchem man den Geistern, also den „ewigen Seelen“ gedenkt. Zwei Tage später, an „Allerseelen“ sollen nach Volksglauben die Schmerzen der Geister im Fegefeuer durch gute Taten gelindert werden (den Kindern Zuckerl geben-daher also dieser Brauch).
Irische Einwanderer brachten das Fest 1830 in die USA und es wurde bald genauso populär wie Thanksgiving und Weihnachten. Erst seit den 1990er Jahren findet das Fest langsam Einzug in Europa. Mehr und mehr stand an Halloween der „Tod“ mit allen Sagen und Theorien rund um den Tod im Vordergrund und wurde zur Nacht des Gruselns. Überall werden Gruselgeschichten erzählt, Horrorfilme geschaut und auf Grusel-Partys gegangen.
Und woher kommen eigentlich die Kürbisse?
Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt aus Irland, dem Mutterland von Halloween. Dort lebte der Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er „Jack O“ fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eigentlich eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.
Der wohl am meist verbreitete Brauch an Halloween ist aber der „Trick or Treat“- Brauch- hierzulande „Süßes oder Saures“, bei welchem verkleidete Kinder von Haus zu Haus gehen und eine Strafe androhen, wenn sie nichts Süßes bekommen. Während diese „Strafe“ in Amerika tatsächlich ausgeführt wird (Verschmutzung des Hauses) hat dies in Mitteleuropa mäßig bis schleppend Einzug gefunden. Es muss ja nicht immer Saures geben!

