Megaupload: Prozess gegen Kim Dotcom nicht möglich?

Kurisose Wende im Fall des Filehosters Megaupload: So hat der zuständige Richter das FBI darüber informiert, dass der Prozess gegen das Unternehmen nicht begonnen werden kann, da dieses nie die entsprechenden Klageschriften von den US-Behörden erhalten habe.

Gegenüber dem New Zealand Herald sagte Richter Liam O’Grady: „Ich bin nicht sicher, ob wir jemals einen Prozess zu diesem Fall sehen werden.“ Laut Megaupload-Anwältin Ira Rothken ist das Zustellen entsprechender Papiere gar nicht möglich, da ausländische Unternehmen ohne Sitz in den USA von den zuständigen Behörden gar nicht vor US-Gerichten verklagt werden können.

Der angeklagte Megaupload-Gründer Kim Dotcom reagierte derweil gegenüber Torrentfreak entsprechend wütend auf die neuen Fakten: „Die US-Regierung hat Megaupload, Megavideo und zehn weitere Subunternehmen und damit 220 Jobs zerstört. Zudem haben Millionen von legalen Mega-Nutzern keinen Zugriff mehr auf ihre Dateien.“

Laut Dotcom passierte all das aufgrund von „Korruption in den höchsten politischen Kreisen, die den Copyright-Extremisten von Hollywood dienen“. Diese neuen Entwicklungen seien nur ein weiterer Beweis für die unfairen Mittel, mit denen die US-Behörden kämpfen: „Wir bekommen keinen Zugriff zu den Beweismitteln, die unsere Unschuld beweisen. Wir erhalten keinen Zugriff zu unseren Fonds, um unsere Anwälte zu bezahlen. Wir dürfen die Anwälte die uns vertreten nicht selbst wählen und haben so keine Chance auf einen fairen Prozess.“

Quelle: New Zealand Herald, Torrentfreak

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