c2w- Weltreise: Thailand: Die Rechnung bitte!

Exakt 6 Monate verbrachte ich in Thailand, die Hälfte davon ungeplant. Ich war im Süden, im Norden, dazwischen immer wieder in Bangkok und verbrachte die letzten drei Monate im Zentrum auf Koh Chang.

Was bisher geschah….

Ich kam von den Bergen und hatte keine Lust auf das Meer. Ich kam um zu klettern und hörte hier damit auf. Ich ging ins Kloster und flüchtete nach vier Tagen, aber hatte eine neue Freundin gefunden. Ich besuchte die östlichen Inselgruppen, blieb zwei Monate im Kletterparadies Tonsai. Lebte dort mit Thais zusammen, arbeitete für Kost und Logie in einer Bar, feierte Weihnachten und  Sylvester dort. Ich änderte meine Reisepläne. Ich stornierte meine Weltreise und blieb in Asien. Ich verliebte mich. Zwei Mal brach mein Herz im Süden. Ich Verbrachte 10 Minuten in Burma.

Ich war orientierungslos in Chiang Mai und ließ mein zweites Neujahr an mir vorüberziehen. Ich vermisste das Meer. Ich heilte Herz und Körper in einem Monat Pai. Ich war drei Mal im Krankenhaus. Ich verbesserte mein Yoga. Ich lernte einen Scooter zu fahren. Ich fand Freunde und einen Handy Man. Ich unterrichtete die einheimischen Kinder in Englisch für Logie. Ich sah die Longneck-Damen im Karen-Dorf in Mae Hong Son. Ich besuchte meine Thai-Eltern in Bangkok und sah die andere Seite der Stadt. Ich machte Urlaub in Koh Chang. Zum dritten Mal nahm ich mir fast einen Hund.

Alles anders als geplant…

Hin und Her, Planänderung: Ich ließ ein Flugzeug alleine abheben und kam zurück. Ich lebte drei Monate in Lonely Beach auf Koh Chang. Ich feierte mein drittes Neujahr. Ich verbrachte zwei Tage in Kambodscha und überquerte die Grenze in Hat Lek vier Mal. Ich war die Frau eines Thai-Mannes. Kämpfte, stritt, lachte, liebte, trank, schwomm, fotografierte, las, schrieb und immer hörte ich Musik. Ich lernte Thai, wenn auch mehr schlecht als recht.

Drei Mal war ich beim Arzt. Unzählig sind die Infektionsmale sowie die zugenommenen Kilos :D Ich war nie wirklich an Thailand interessiert, noch wusste ich etwas über Land und Leute. Es gibt vieles, dass so anders ist als zuhause und doch wieder gleich. Gerade, wenn man mehr Zeit mit den Locals verbringt, bekommt man tiefere Einblicke in die Kultur, überdenkt seine eigene und öffnet sein Weltbild für neue Sichtweisen. Nach 8,5 Monaten weg von zuhause bin ich mir sicher: Reisen ist die beste Schule.

Last Days of Thailand….

Meine vorzeitig letzten Tage in Thailand verbringe ich mit Thor und den Jungs. Wir machen nicht wirklich etwas, spielen Gitarre, sitzen beisammen und scherzen. Wenn dieses Mal alles nach Plan geht, erreiche ich schon bald Sri Lanka und treffe Freunde von zuhause.  Ich bin nervös vor dem Aufbruch, fast so nervös wie damals zuhause, als ich das erste Mal aufbrach.

Koh Chang war eine lehrreiche, harte und auch schöne Zeit und es wird schwierig werden zu gehen. Ich werde meine Freunde hier sehr vermissen, aber wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann zurück, denn die größte Entscheidung kommt erst auf mich zu, wenn ich entscheide, was nach Indien geschieht. Werde ich in Asien bleiben, gehe ich nach Hause? Alles ist unsicher, aber dieses Mal muss ich den Flieger einfach nehmen, das hab ich mir geschworen.

Nächste Woche lest ihr, ob ich den Absprung wirklich geschafft habe.

Eure Marita